Zurück im Regen

Freitag, 12.08.2011

Der Flieger landet um 14:07 Uhr MESZ, damit kann festgehalten werden, dass ich mich wieder in deutschen Gefilden und damit in der guten alten Heimat befinde.
Die 5 Wochen USA waren wunderschön, beeindruckend, ereignisreich. Vielleicht folgt zu einem späteren Zeitpunkt noch eine allumfassende Rezension der 36 Tage. Vielleicht auch nicht.
Eines soll noch gesagt werden: Wenn man sich die Unterschiede im Wetter zwischen New York (bei Abend, links, 26°C) und Hannover (am Nachmittag, rechts, 19°C) so anschaut, will man doch irgendwie schnellstmöglich zurück...

 

Achja, und danke fürs Lesen an alle Interessenten! Kommentare entweder hier oder via e-mail ;)
Und wie gesagt, eventuell gibt es beizeiten noch einen übergeordneten Bericht. Also nicht müde werden, hier so etwa einmal die Woche draufzuschauen...sobald der blog offziell geschlossen ist, folgt eine offizielle Mitteilung darüber.

 

bn

"Good Morning, Upper Eastsiders."

Donnerstag, 11.08.2011

"Gossip Girl here."
Für New Yorker und Amerikaner im Allgemeinen mag ja die Anwesenheit eines Stars beziehungsweise eine Live-TV-Produktion in der Nachbarschaft nichts Neues bedeuten, für einen Europäer tut es das allerdings.
Es ist 11 a.m., ich laufe durch Westmanhattan. An den Straßenrändern stehen Trailer und Trucks, um die Ecke lungern zwei Paparrazzo herum. Ich gehe zum linken, einem kleinen Asiaten, dessen Kamera beinahe zu schwer für ihn wirkt, und frage, was hier eigentlich abgeht.
"They're filming a TV show" ist seine Antwort. Auf eine spezielle Nachfrage nennt er mir dann auch netterweise, dass es sich bei dieser "show" um Gossip Girl handelt. Die Serie von Josh Schwartz, der bereits O.C.,California auf seinem Produktionszettel hatte.

Leider wird heute gar nicht draußen, sondern nur im Gebäude - einem Hotel, ganz in weiß gehalten und mit Sicherheit nicht für Menschen mit schmalem Geldbeutel gedacht - gefilmft. Ein Typ mit Headset informiert mich, dass gestern draußen gedreht wurde und heute mit Sicherheit keine Fotos mit den Stars drin sind, denn sie haben schließlich gerade heute einen "tight schedule" und sowieso sind die ganzen Hauptcharaktere heute nicht anwesend. Das glaube ich dir, mein Lieber. Natürlich.
Der gedulige Europäer wartet. Und das tue ich dann auch, ergattere schließlich zwei Fotos mit zwei der fünf Hauptprotagonisten - leider keins mit Leighton Meester, der wundervollsten Schauspielerin der Serie - und kann mich letztendlich relativ glücklich schätzen.

Letzter Tag in den USA nach; nach 5 Wochen wird es am Abend nach Hause gehen. Noch einmal führt mein Weg zu einem Baseballspiel, diesmal ist es aber kein Minor-League-Game wie damals bei den Mississippi Braves, sondern ein Spiel der New York Mets (Schlagwort: Doug Heffernan). Raus aus Manhattan, rein nach Queens, Richtung Citi Field Stadium.
Baseball gleicht in der MLB und der NL in Bezug auf Ausmaß der Stadien und Verrücktheit der Fans in etwa dem deutschen Fußball.


Die Mets scheinen keinen schlechten Tag erwischt zu haben, auf unseren Plätzen rechts von der 1.Base erleben wir auf den von der Sonne bis zum Anschlag erhitzten Sitzschalen eine frühe two to nothing Führung der in weiß Gekleideten.
Um die Spannung von Vornherein rauszunehmen: Die Mets verlieren im Endeffekt bei brütender Hitze 3:2 gegen die San Diego Padres. Aber wir haben endlich mal ein "richtiges Baseballspiel" gesehen und ich habe so einen netten Abschluss meiner USA-Tour erlebt.

 

bn

Dem Himmel ganz nah

Montag, 08.08.2011

Wenn man in New York auf der Straße steht, scheint einem der Himmel noch ferner als die obersten Stockwerke der Wolkenkratzer, die man auf dem Weg nach oben erst einmal erobern müsste, um testen zu können, ob Wolken sich wirklich wie Watte anfühlen.
Wenn man in New York auf der Aussichtsplattform des Empire State Building steht, nachdem man sich eine gefühlte Ewigkeit durch die verschiedenen Warteebenen gequält hat, scheint einem der Himmel so nah wie das Licht einer Straßenlaterne unten auf dem Gehweg, die man unten schon beinahe ohne Hilfsmittel berühren kann.
In New York sind die Eindrücke immer anders, immer verschieden, immer sonderbar. Egal, wo man sich in der Stadt befindet. Und ich spreche nicht von hoch und tief, sondern alleine von letzterem.
Gönnt man sich aber einen Blick vom bereits angesprochenen Observation Deck, wird aus der unendlichen Manhattaner Straßenschluchtenwelt plötzlich eine kleine Postkarte, an den Rändern von blauem Quell beschnitten, in deren Ecke mit dem Central Park eine umweltfreundliche Briefmarke aufgeklebt ist.
So gleich und so verschieden. Die Spitzen einiger Wolkenkratzer überblickend fühlt man sich fast schon vogelfrei, als könnte man gleich von der augenblicklichen Stelle auf den nächsten Baugiganten rüberspringen und sich wie Tarzan durch den Dschungel schlängeln.
Und irgendwie erinnert mich ein genauer Blick auf eine Straße ein ganz kleines bisschen an den Blick auf den Fernseher während des Spielens vom guten alten GTA II:

Allerdings besitzt nicht nur das Empire State Building eine Aussichtsplattform; auch das Rockefeller Center bietet einem Touristen die Chance, sich die Stadt aus Wolkenperspektive anzuschauen - und wirbt dabei mit einem Blick auf ersteres.
Da man jede Chance ergreifen muss, die einem geboten wird, wagen wir uns auch in den Aufzug Richtung Top ot the Rock und erhaschen von oben einen Blick auf das größte Gebäude in New York und eine unvergleichlich gute Aussicht auf den Central Park:

Manhattan von oben sollte man sich nicht entgehen lassen, wenn man sich schon für einen Besuch in die Stadt wagt.

 

bn

Guten Morgen, Hauptstadt der Welt.

Samstag, 06.08.2011

"Wenn die Welt eine Hauptstadt haette, so waere es New York."
Dieser Satz traegt mehr als eine Prise Wahrheit in sich.
Es wir zum Ende der Amerika-Reise demnach also Zeit, sich ebendieser "Welthauptstadt" zu widmen.
Der Bus bringt uns binnen 35 Minuten vom Hotel direkt nach Manhattan, direkt in den Kern dieser City, die von Wasser und Wasser und Wasser umschlossen wird.
Die Sonne heizt die Gebaeude und verwandelt die duennen Strassenschluchten eine wahre Sauna. Das Schachbrett aus Wegen fuehrt den kleinen, fast unscheinbaren Individualisten inmitten der riesigen Menschenmassen, die sich zwischen der 1st und der 12th Avenue herumdruecken, stets von einem riesigen Betonbunker zum naechsten.
Es ist eine grosse Ansammlung von grau, schwarz und weiss, die ueber dem eigenen Kopf zusammengemischt wird. Der blaue Himmel bildet allerdings nur eine kleine Briefmarke des Sichtfeldes und wird hin und wieder von weissen Woelkchen verdeckt, sodass die Umgebung eigentlich trist wirken muesste.

Dass sie genau dies aber nicht tut, ist wahrscheinlich dem unermesslichen Farbmix der - wie Ameisen wirkenden - Menschen geschuldet, die in Bezug auf Nationalitaet, Hautfarbe und Kleidungsstil wohl kaum unterschiedlicher sein koennten. Auf diese Weise entsteht ein Cocktail an menschlichen Charakters, welcher allein diese Stadt schon zur Welthauptstadt machen wuerde.
Allerdings waere New York nicht New York, wenn es das an dieser Stelle gewesen waere.
Der Times Square beispielsweise offeriert dem Voruebergehenden eine Impressionsvielfalt, es geht von blinkenden Reklameschriften ueber das ueber die Strassen fegende Bienenheer an Taxis zu den zahllosen Plakaten fuer Broadwayshows.
Und die gruenen Oasen der Stadt wollen auch nicht vergessen werden. Mal kleiner, wie der Washington Square, mal groesser, wie der Central Park - egal, wieviel gruen um einen herum zu sehen ist, immer verbinden sich die Farben der Natur mit den gegensaetzlichen der Wolkenkratzer und man fuehlt sich wirklich ein bisschen wie in einer Oase inmitten einer grauen Wueste.

New York hat alles. Alle Farben, alle Menschen, alle Attraktionen, alles was man braucht und Vieles mehr.
Der Hudson River bildet die westliche Grenze zu New Jersey. Er bereichert den Big Apple durch sanfte Wellen, geduldige Angler und wilde Jetski.
Es gibt hier wahrlich Nichts, das es nicht gibt.
Und genau diese lebendige Vielfalt werde ich mir in den naechsten Tagen noch genauer einverleiben.

 

bn

 

P.S.: Es dauert noch ein bisschen, bis auch visuelle Elemente aus NY in die Artikel eingefuegt werden koennen. Bitte nicht verzagen, ist alles in Arbeit.
Edit: Wie Jeder sehen kann, sind ebenjene visuellen Elemente nun integriert. Viel Freude damit! :)

Final Destination

Mittwoch, 03.08.2011

Langsam spuert man, wie es unter den Fingernaegeln juckt. Wie die Sinne lechzen nach neuen Eindruecken, nach fremden Umgebungen, die erkundet, wahrgenommen, erforscht werden wollen.
Nach den zwei Wochen in Kalifornien und den zwei Wochen hier in Mississippi, geht es jetzt also morgen nun auf Richtung Final Destination New York City.
Mal schauen, ob die Stadt haelt, was die tausenden Bilder, Videos, Mitschnitte und Filme versprechen. Man darf auf jeden Fall sehr gespannt sein.
Goodbye Bible Belt, der Big Apple erwartet mich :)

Howdy, Stadt am Mississippi River!

Mittwoch, 03.08.2011

Es wird Zeit fuer das wahre Highlight meiner Suedetappe der USA - New Orleans wartete auf mich.
Ich kam, sah, und war erstaunt.
Ellis, mein Gastgeber, war gefuehlt bereits hundertmal dort unten und fuer ihn ist diese Stadt "just a piece of crap". Aber er faehrt uns trotzdem runter. Different strokes for different folks.
Anyway, die Stadt begruesst uns gegen halb 11 Ortszeit in strahlendem Sonnenschein. Wir parken und setzen uns Richtung Aquarium&IMAX in Bewegung. Erster Stopp ist Letzteres, wo wir uns Deep Sea in 3D anschauen, einen vierzigminuetigen Streifen ueber das Leben unter Wasser, stets begleitet von den Stimmen von Johnny Depp und Kate Winslet. Die 3D-Geschichte macht Spass, und es ist schade, dass der Film nicht laenger war.
Daraufhin gehts ins Aquarium, wo sich gefuehlt eine Million verschiedene Wasserwesen tummeln. Wir sehen alles von Fischen ueber Otter ueber Froesche ueber Seepferdchen. Eine beeindruckende bunte Ansammlung von denen, die es gerne nass um sich herum haben.
Nach der Wassertour, ich fuehle langsam, wie sich Kiemen auf meinen Wangen formen, geht es weiter durch die Strassen der von der Sonne umgarnten Metropole. Und das schaut dann in etwa so aus:

Pittoreske alter Haeuserfronten stehen dicht aneinandergedraengt, durschnitten von Strassenschluchten, die alle auf den Mississippi River zuzufuehren scheinen.
Mitten im French Quarter sorgt eine gruene Oase dafuer, dass das altehrwuerdige Strasse-Haus-Strasse-Haus-Bild eine voellig andere Farbmischung erhaelt. So wird aus grau-rot-grau-blau ploetzlich ein Farbkanon, der ein bisschen wie ein auf die Erde gemalter Regenbogen erscheint. New Orleans schmueckt sich mit kunterbuntem Allerlei.
Und diese Stadt ist eine Kuenstlerstadt. Indivduelle Farbtupfer auf Leinwaenden sieht man im French Quarter mehr als verschiedene Fischarten im Aquarium. New Orleans ist neben Musik fuer die Augen auch Musik fuer die Ohren, denn natuerlich lassen sich die Jazz- und Bluesmusiker die Einladung der Sonne nicht entgehen.
Alles in allem scheint mir dieser Ort wie eine endlose Injektion in meine kreativen Venen zu sein.
Nach diesem beinahe schon Tagtraum fuehrt uns unser Weg weiter an den Gulf of Mexico. Schliesslich muss ich mich ja selber davon ueberzeugen, dass er nicht mehr von bp geschwaerzt ist, sondern inzwischen wieder eine annaehernd blaue Faerbung besitzt. Hier kann sich die lesende Gemeinde selbst vom Wasserzustand ueberzeugen, bittesehr:

Nebenbei, es ist ganz schoen warm im Gulf. Ganz anders als im Pazifik, da froestelte ich schon fast. Golfstrom eben.
Nach einem kurzen Stopp in Biloxi, um ein Hard Rock Cafe-Shirt zu ergattern, machen wir uns auf die Heimreise.
Ein sehr netter Tag endet, und ich danke Ellis und Barbara fuer dieses Feuerwerk an Impressionen.

 

bn

Zwischen den Staaten

Montag, 01.08.2011

Sonntag. Nicht viel los Zuhause, daher wird mir der Besuch der Stadt Vicksburg schmackhaft gemacht. Ist etwa 45 Minuten von uns entfernt und liegt direkt am Mississippi River, der an diesem Punkt die Landesgrenze zwischen Mississippi und Louisiana darstellt.
Wir beginnen unsere Tour bei dem Mississippi Welcome Center. Von dem Huegel daneben hat man einen wundervollen Blick auf die fliessende Grenze zwischen den schon genannten States.

Das, was auf dem Bild wie praehistorischer Dampfer aussieht, wurde inzwischen - Kapitalismus - in ein Casino umfunktioniert. Typisch Amis. Aber Casinos gibts hier ja auch wie Sand am Meer, genauso wie Motels aller Art und, allen voran, Fresstempeln. Soweit das Auge reicht.
Weiter geht die Reise durch Downtown Vicksburg. Die kleine Stadt ist verdammt huegelig, kann daher also in die Kategorie San Francisco und Birmingham eingegliedert werden.
Nach ein paar hundert Metern kommen wir am Coca-Cola-Museum vorbei. Drinnen stapeln sich die Limoflaschen mindestens dreier Generationen. In Vicksburg wurde naemlich einst, ich meine, irgendwo etwas von 1894 gelesen zu haben, die allererste(!) Colaflasche befuellt. Geschichtstraechtig also und wohl fuer die meisten des Jungvolks mittlerweile eine mindestens so einschneidende Stunde wie fuer die Aelteren die Geburt Jesu.
Apropos. "Alles hat seine Zeit, Geboren werden und Sterben", heisst es in der heiligen Schrift. Und das Sterben decken wir mit dem Besuch des Memorial War Parks ab, in dem uns eine circa 8 Meilen lange Strecke verdammt viele Statuen in Gedenken an den Civil War und die darin Gefallenen offenbart. Einige Erinnerungen waren teurer, andere billiger, so scheint es zumindest. Es findet sich eine Statenvielfalt, angefangen bei Illinois ueber Texas bis hin zu New Hampshire, alle diese Landabschnitte huldigen ihren wackeren Kaempfern.

 

Nach dieser Totenmesse fuehrt uns unser Weg noch zu einem chinesischen Restaurant, in dem zu Abend gegessen wird (und das wahrlich vortrefflich!).
Bevor wir auf den Hof rollen, fragt mich Elisabeth (die 89-jaehrige, an Alzheimer erkrante, Seniorin unseres Trotts und Mutter meiner Gastgeberin Barbara), ob ich ein Zuhause habe oder jetzt auch hier wohnen wuerde. Ich grinse. Aber innerlich nervt das langsam. Sie fragt das mehrmals pro Tag...
Morgen: New Orleans!

 

bn

Die amerikanische Welt des Sports

Freitag, 29.07.2011

Dirk Nowitzki ist momentan der Basketballstar in den Staaten. Seine Dallas Mavericks haben schliesslich vor dem Sommer die Meisterschaft errungen.
Aber die Amis sind nicht nur into Basketball, nein. Sie sind auch into American Football und into Baseball. Und der letzten der drei Sportarten habe ich mich mal etwas inniger gewidmet, sprich: ein Spiel besucht.
Die Mannschaft der Mississippi Braves spielt zwar nur in der Minor League (erst dachte ich, das waere so aehnlich wie die 2.Fussballbundesliga in Deutschland, aber weeeeit gefehlt! Die Minor League gleicht, gemessen an der Zuschauerzahl, eher unserer Kreisklasse), haben aber einen schoenen Ballpark direkt hier in Jackson. Die ganze Woche ueber gab es - vermutlich aufgrund der verhaeltnismaessig geringen Zuschauerzahlen - Aktionen, einmal eine Free-Drink-Night, zwei Tickets zum Preis von einem, wenn man keine Ahnung wieviele Packungen Kraft-sliced-cheese kauft.
Rein also in den Park fuer 6 anstatt 12 bugs. Plaetze direkt an der Home Plate, was will man mehr? Hab gerade online Mets-Tickets geordert fuer meine Stippvisite in New York, da bezahlt man fuer Plaetze ein paar Meter abseits der 1.Base locker etwas bei 85 bugs. Aber was tut man nicht alles, um Amerikas Kultur in ihrer reinsten Form kennen zu lernen.
Um 7:05 pm sollte das Spiel beginnen, wir also auf viertel vor 7 rein in die Butze, das Ganze sah dann etwa so aus:

Hingesetzt, und ab gings.
Baseball interessiert mich weitaus mehr als American Football, denn letzteres bedeutet zuviel Testosteron fuer einen Schreiberling. Und, ich weiss auch nicht recht, aber Basketball konnte ich noch nie recht viel abgewinnen.
Das Spiel begann gar nicht so schlecht, nach zwei von neun Innings stand es 3:1 fuer die Gaeste, die Mobile Baybears. Kein uneinholbarer Rueckstand, dachte man zu diesem Zeitpunkt noch.
Dann aber kam der dritte Inning. Und den Buchtbaeren gelangen satte acht runs in diesem Inning (den Braves kein einziger), sodass es von dem Zeitpunkt an einfach mal 11:1 fuer die Gaeste stand. Mamma Mia!
Sicher, ich war weder Heim-, noch Gastfan, aber das schockierte mich schon ein wenig. Nicht so die restlichen Zuschauer, die schienen irgendwie an solch einen Spielverlauf gewoehnt zu sein. Alles blieb beim Alten, es wurde geklatscht, geschrien, gejubelt fuer die Braves bei jedem kleinen Erfolg. Respekt.
Schlussendlich sah die Anzeigetafel dann wie folgt aus:

14:6 fuer die Baybears also, aber trotzdem ein netter, warmer Abend fuer ein erstes Baseballspiel. Und es hat gefallen.
Hoffen wir nur, dass die Mets es am 11.08. besser machen werden...

 

bn

Here we go again.

Dienstag, 26.07.2011

Mississippi heisst mich mit permanent wolkenverhangenem Himmel und mindestens einer taeglichen Dosis Regen willkommen. Da haette ich mir aber einen besseren Empfang vorstellen koennen. Ausserdem ist es hier so verdammt humid, dass man draussen kaum atmen kann. Gut, dass die Amis immer und ueberall wie Maeuse durch Kuhlschraenke kriechen und sich darin so wohlfuehlen. Man gewoehnt sich an die inneren Gefriertemperaturen, die einen meist mehr als krassen Gegensatz zu draussen bilden.
Generell laesst sich ueber den Staat sagen, dass hier so ziemlich alles anders ist als in Kalifornien. Das Land ist gruen statt gold, die Luft feucht statt trocken und die Menschen arm statt reich. Tut mir leid, vielleicht ein bisschen zu hart. Zumindest fuehlt es sich so an.
Jackson ist die Hauptstadt des Staates Mississippi. Wir haben einen kleinen Trip gemacht und uns (lediglich vom Auto aus, da es draussen Hunde und Katzen regnete) Downtown Jackson mal naeher angeguckt. So sah das Ganze dann aus:


Gestern fuehrte uns unser Weg nach Birmingham, Alabama. Denn was tut der Amerikaner landestypisches, wenn er gerade nichts zu tun hat?
Richtig, er guckt nach Autos. In unserem Fall nach den in "Deutschland" produzierten BMW. Mein Gastgeber hat erst zwei Chevrolet Cobalt (beide bis aufs kleinste Detail identisch, er hat sich den zweiten geholt, als er erfuhr, dass die Produktion eingestellt wird), daher ist es nur logisch, dass noch ein drittes Auto angeschafft werden muss. Oder beziehungsweise ein viertes, da meine Gastgeberin auch eins besitzt. Aber so sind die Ammis...
Nach dem zweistuendigen Intermezzo bei BMW - man muss dazu sagen, dass mein Gastgeber ein chronischer Laberkopf ist, 70, uebergewichtig, staendig am Essen und am Labern und am Labern und am Labern und am Labern und am Labern...genug? Nein, er labert weiter...und unser Trip hat insgesamt 14 Stunden gedauert, bitte eine Runde Mitleid - ging es dann zum so genannten Vulcan. Der Vulcan ist gleichzeitig ein Museum und eine Statue und soll irgend einen Eisengott darstellen.
Nicht so besonders, aber der Blick auf Birmingham war echt gigantisch.

Also wehrter Herr, danke fuer diesen Ausflug. Und keins meiner Ohren ist abgefallen, auch wenn ich das mehrmals befuerchtet habe.

 

bn

California, rest in peace.

Freitag, 22.07.2011

Zwei wundervolle Wochen Kalifornien sind gestern zu meinem Leidwesen zuende gegangen.
Um der Zeit zu huldigen, hier ein kleines Gedicht.


Kalifornien

Waehrend in Deutschland der Morgen bricht
in Kalifornien noch immer die Sonne sticht
hat uns einen goldgelben Tag geschenkt
und die Schatten der Baeume in Seen ertraenkt.
Mount Lassen zeigte uns seine schneebedeckte Spitze
und der Vulkan formte eine neue braune Pfuetze.
Der Shasta Dam hielt die Wassermassen zurueck
kaum wanderte die Sonne weiter ein kleines Stueck
ergluehten die Redwoods in ihrer schoensten Form
und geroestet ward der Erde Korn.
Die Golden Gate Bridge erstrahlte kupferrot
auf dem Pazifk mehr als nur ein Segelboot.
Langsam aber sicher, ganz in Ruh
macht der Mond die Augen auf und die Sonne sie zu
und waehrend in Kalifornien der Tag entbrannt
die Sonne in Deutschland die Erde entflammt.

 

Bye, California!

 

bn

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